Ethnomedizinisches Wörterbuch S - Z
Salbei - Salvia officinalis spec., in allen vorkommenden Ländern kulturell bekanntes
Heilmittel. Im schamanischen Sinne
wichtige Deva zu diagnostischen und reinigenden Zwecken.
Samhain - auch Samain und ähnl. Schreibweisen. Keltogermanische Gott, der gemeinsam
mit Morgane vom Neumond Ende Oktober/Anfang November bis zu Brighid herrscht.
Seele - höchster, unsterblicher Teil des Menschen. Im Innenleben sollte die S. ’die
Krone aufhaben’, und nicht der Verstand oder die Überlebensmechanismen. Gliedert
sich in Tonal und Nagual. Mehr.
Seelenanteile - Segmente der Seele. Können durch traumatische Situationen verloren
gehen. Mit verlorenen S. gehen immer auch Potentiale der Persönlichkeit des Menschen.
Die Seele erleidet einen Mangel an Entwicklungsfähigkeit und drückt eine Unvollständigkeit
symptomsprachlich aus, sie seelomatisiert.
Ethnomedizinische Arbeit beinhaltet die Rückholung von Seeleanteilen (etc), ggf.
auch eine Aufstellung der Seele, wenn vorhandene Seelenanteile dissonant sind. Im
weisen Volksmund ist das Wissen um Seelenanteile und -verluste u.a. in der Redewendung‚
dem hat man die Seele aus dem Leib geprügelt’ noch enthalten. Mehr.
Seelenverwandschaft - Nähe (Vertrautheit) zweier Seelen aus gemeinsamem Wachstum
in früheren Leben. Wird häufig über- oder falsch bewertet. S. sagt etwas über die
alten Leben aus, nicht über dieses oder künftige. Siehe auch Clan.
Seelosomatik - Analoge Sprache der Seele in Notwendigkeit. Meist auf körperlicher
und/oder geistiger Ebene. Im ethnomed. Sinne symptomatisiert die Seele im Herz, im
Verstand und im Körper. Dies findet Ausdruck in Krankheiten, Blockaden, Süchten,
Kompensationen, Gewalt, etc. Der Ausdruck d. Seelosomatik ist die Symptomsprache
der Seele.
Sekte - Hierarchisch organisierte enge Gruppierung mit oft alleinigem Weisheitsanspruch
zu Gott und der Welt. Konditionierung der Mitglieder in diesem Sinne, Missioniererei,
Radikalität. Abgrenzung zu Andersdenkenden und -gläubigen. Sich einer Sekte anzuschließen
ist der sicherste Weg, sich auf seinem eigenen zu verirren. Die gesuchte Führung
kann nur aus der eigenen Seele kommen.
Selbsttötung (und Versuch) - ein No-Go! Ausdruck höchster seelischer Not und Dissonanz.
Für die Seele unverständlich, da das ihrer Natur widerspricht. Das Leben, vor dem
man da meint zu fliehen, beginnt in der nächsten Inkarnation erneut. Mitunter geht
das schon viele Leben so. Selbsttötung ist also kein (Aus)Weg. Medizinleute helfen,
den eigenen Lebens-Weg zu finden. Der Begriff ‚Selbstmord’ ist nicht richtig, weder
juristisch noch faktisch ist dies ein Mord.
Selbstvertrauen - das Vertrauen in sich selbst: ist nicht gegeben oder nicht, sondern
eine Frage der Ganzheit des Selbst, dem da vertraut werden mag und seiner Möglichkeiten
sich in möglichst artgerechten Räumen zu entwickeln. (Am PC oder dem Fernseher entwickelt
sich kein Vertrauen in’s Selbst, es verwickelt sich). Siehe auch Vertrauen.
Selma - Große, kleine, junge, alte Schwester. Unverwüstlich. Jede/r sollte eine zur
Freundin haben. C.
Sexualität - In der naturspirituellen Betrachtung ist S. etwas völlig normales, da
vom Schöpfer so gewollt.
In Sexualität od. Lust etwas Sündiges, Schuldbehaftetes (etc) zu sehen ist i.d.S.
blasphemisch, denn eine derartige Haltung lehnt ja eine gottgewollte Eigenschaft
des Menschen und etwas Schönes und Tiefes (‚Liebe-machen’) ab, bzw. dogmatisiert,
kontrolliert, pervertiert dieses göttliche Geschenk. Aus der radikalen Ablehnung
dessen (Zöllibat) resultieren kompensativ zahlreiche Kinds- und Jugendmissbrauchsfälle.
Das ist sicher weder Gott-gewollt, noch seelisch gesund.
Sicherheit - Nichts ist sicher. Sie könnten auch morgen sterben und übermorgen könnte
die Welt untergehen. Kein Weltbild ist sicher, keine Wissenschaft. Streben nach S.
ist ein Anliegen des modernen Menschen in einer sich zu schnell entwickelten Welt,
in der er sich selbst nicht findet. Das angst-begründete Streben nach Überschaubarkeit
ist Ausdruck eigener Unsicherheit. Siehe Vertrauen.
Signatur - seelische. Vergleichbar mit Fingerabdruck. Gefühlsinformation des Musters
der individuellen Einzigartigkeit der Seele.
Sinne - Wahrnehmungsportale. Es gibt gesellschaftlich anerkannte (Sinnesorgane) und
nicht anerkannte wie z. B. das Herz, die Seele, die Traumpotentiale, der Un-Sinn.
Im altgermanischen bedeutete Sinn auch Reise, Gang, Weg(!).
Sioux - sprich: Sssuuh. Stammesfamilie u.a. der Dakota, Lakota mit hoher Spiritualität,
Mythologie und Medizin.
Große Medizinmänner wie Archie Fire Lame Deer, den Crow Dogs und andere wurden über
ihre Region hinaus bekannt.
Der Begriff Sioux ist eine Kurzform der ursprünglich französischen (Händler/Trapper)
Bezeichnung des Stammes.
Sonnentanz - Hohes, heiliges Ritual der Sioux mit Schwitzhütten, Tänzen, heiligen
Liedern und Opfern.
Spirit - Geist. Eine andersweltliche Lebensform in geistiger Präsenz.
Standpunkt - Ort, an dem man auf seinem Lebensweg innehält, quasi ‚stehen bleibt’,
um sich zu orientieren und die nächsten Schritte zu sehen. Standpunktfindungen werden
begleitet durch Ritualistik, Visionssuche, Schwitzhütte. Eine kraftvolle Standpunktdefinition
ist eine Erklärung. Das Verharren auf einem Standpunkt ist wider die seelische Natur,
da es Wachstum verhindert. Es ist ein jeder Standpunkt wieder zu verlassen, um den
Lebensweg weiter zu gehen. Er verbleibt lediglich als Orientierung.
Sterbebegleitung - schamanisch. Begleitung eines Sterbenden in würdevoller, die Seele
und ihre Bedürfnisse annehmenden Weise.
Stimmigkeit - Ein Gefühl, ein harmonischer Klang von Realität. (Ein absolutes Lieblingswort,
eichend. C.)
Beinhaltet den Auftrag in einer wirksamen Realität zu leben und zu handeln, gerade
in einer Medizin.
In Stimmigkeit mit sich selbst eine Beziehung zu leben, eine Liebe, einen Elternschaft,
einen Auftrag, einen Beruf... ist die beste Wachstumsgrundlage und stete Übung.
Es geht um die Stimmigkeit zwischen den Personen, und in ihnen selbst. Ist es stimmig
für das Herz, den Verstand... Stimmigkeit finden ist ein Dialog mit sich selbst.
In einem Ritual geht es um die Stimmigkeit in der gelebten spirituellen Tradition,
wie im Sinne der zu begleitenden Menschen. In der Einzelarbeit erfühlt man die wirksame
S. zwischen Handelndem und Klient, seinem Anliegen und des für ihn möglichen Heilungsweges
und entwickelt auf dieser, für beide wahrnehmbaren Realität die Möglichkeiten zu
Wachstum und Heilung.
Stimmigkeit zur Schöpfung, in der man lebt, zu empfinden ist ein stetes Üben der
Medizinleute.
Storl, Wolf-Dieter - Einer der besten Kenner der grünen Welt, Forscher, Kräutermedizinmann,
Autor (z. B. ‚Pflanzen der Kelten’). Ist der einzigste Mensch, bei dem ich keinen
Schluckauf bekäme, wenn er sich Druide nennen würde. C.
Süßgras - Süßlich duftendes Gras, europäische Form: Mariengras. Lame Deer sagte über
das Süßgras: ‚Die Spirits lieben diesen Duft’.
Symbolsprache - Kommunikationsmittel der Seele, sich in Träumen auszudrücken. Analog.
Auch schamanische Reisen werden in einer Symbolsprache erlebt. Rituale drücken oft
symbolsprachlich Inhalte aus.
Symptomsprache, seelisch - seelosomatischer Ausdruck einer Notwendigkeit auf den
Ebenen Herz (Gefühl), Verstand und Körper. Im ethnomedizinischen Sinn ist jede Krankheit
analoger Ausdruck einer seelischen Bruchstückhaftigkeit und/oder seelischen Dissonanz.
Sch
SchamaneIn - Seelenheiler. Mehr.
Schamanismus - Eine der ältestens Heilungsmethode. Seelenmedizin. Mehr. Schamanismus
und Heilen.
School of Shamanic Healing Arts - Ethnomedizinische Ausbildungsreihe im Indianerpfad.
Schlaf - Seinszustand, der etwa 1/3 des Lebens einnimmt. In ihm regeneriert der Mensch
körperlich, geistig, und im Herzen so gut wie möglich. Die Seele bemüht sich um Integration
des Erlebten und nutzt Träume (Reisen), um so an schlafbewußte Teile des Ichs symbolsprachliche
Botschaften zu senden, die wir in dieser Kultur nicht lernen zu verstehen. So verpassen
wir Wahrnehmung und Erkenntnis. Bei einem träumenden Menschen reist ein Teil seiner
Seele schamanisch.
Schlaf ist ein guter Heiler. Der gesündeste Schlaf findet sein Ende selbst.
Schluckauf - Bauchtonale Reaktion auf Dissonanzen.
Schneemonster - Lehrer einer geschätzten Medizinfrau.
Schokolade - (Kakao) - hohe Deva, weiblich, sexuell. Wird oft kompensativ gefuttert.
Schuld - Häufig benutztes Machtmittel der Unterdrückung, gerade auch spirituell -
kirchlich, oder in Beziehungen. Schuldzuweisungen und der Kampf darum, wer was schuld
ist und schuldet sind desktruktiv und führen selten zu wirklichem seelischen Wachstum
miteinander. Siehe auch Recht.
Schwarzmagier - bedauernswert verirrte Menschen, die sich selbst größeren Schaden
zufügen, als anderen. (Karma). Sind selbst seelisch bruchstückhaft, daher unbewußt
‚magisch’ auf der Suche, sich Sehnen nach Macht, um der Ohnmacht der seelischen Erkrankung
zu entfliehen. Angst macht angreifbar. Hin und wieder haben Medizinmenschen mit den
Auswirkungen schwarzmagischer Arbeit an Klienten zu tun. Schamanisch lösbar.
Schwitzhütte - siehe auch Inipi.
T
Tabak - heilige Pflanze und Deva, wirkt lösend.
Tacitus - römischer Schriftsteller, der gerne zitiert wird, wenn es um das Keltentum
geht. War nie in keltischen Siedlungsräumen und hat ordentlich phantasiert und interpretiert.
Römischer Karl May.
Teufel - kirchliche Erfindung (durch päpstliche Verbannung eines Engels) zur Unterdrückung
des Menschen. Machtmittel: Angst. Personifizierung ‚des Bösen’. Als Bildnis des Teufels
nahm man die alte Darstellung des griechischen Gottes Pan (Gott der Natur!). Der
Teufel hat eine ‚Existenz’ lediglich im Glauben.
Thymian - liebstes Küchenkraut, vital.
Tinitus - chronisch: Signal der Seele in hoher Frequenz und Dringlichkeit, das nicht
verstanden wird. Aufforderung, sich um verlorene Anteile zu kümmern. Auch bei Medizinmenschen
tauchen ‚Ohrgeräusche’ auf, sie sind ein wahrnehmbares Signal aus den Anderswelten.
Tod - Gevatter Tod. Aus zahlreichen deutschsprachigen Mythen beschriebene ‚Figur’.
Der Tod wird in unserer Gesellschaft heute stark tabuisiert, ist aber doch ein Teil
des Lebens. Auch die Natur geht im Winter in den Tod (aller Fruchtbarkeit), um im
Frühling wiedergeboren zu werden. Mit Gevatter Tod arbeiten naturspirituelle Begleiter
im Sinne eines Sterberituals.
Tonal - Tonale Seelenanteile sind körpergebundene Teile (Organe, Organgruppen, Körperteile,...)
der Seele. Sie können im Grunde nicht verloren gehen, es sei denn durch Amputationen,
Organentnahmen oder Transplantationen. Da dies meist nicht schamanisch begleitet
wird kommt es zu sich verlagernden Symptomatiken, Phantomschmerzen und Abstossungsreaktionen.
Traum - Nächtliche Verarbeitung von Wacherlebnissen. Einen T. kann man auch schamanische
Reise betrachten, die ein Teil von uns nachts unternimmt, um Antworten auf drängende
Fragen, Hinweise und Einblicke zu gewinnen. Träume sind symbolsprachliche Hinweise
der Seele, ein Wahrnehmungsorgan. Sie werden verunreinigt durch die dringenden Verarbeitungsanliegen
zu vieler medialer Eindrücke (PC, Fernsehen...). In Träumen arbeitet der/die Wayatan
ethnomedizinisch. Siehe auch Schlaf.
Trauma - traumatische Erfahrung. Gewalt, sexueller Mißbrauch, Leid usw kann zu t.
Erlebnissen führen. Die Intensität des Traumas liegt im Empfinden des Menschen. Seelenanteile
gehen verloren. Traumalösende Arbeit.
Trans- bzw. Interpersonal - t. Seelenanteile, die einem anderen (nahestehenden) Menschen
übertragen werden. Häufig Generationenerbe; Kompatibilität entscheidet über Akzeptanz
bzw. Abstossungsreaktionen (in Form von z. B. Krebs, MS, ALS, Allergien, Neurodermitis,
Depressionen...). Schleichender Verlust eigener Seelenanteile. Die eigene Berufung
zu finden wird erschwert, bzw. unmöglich. Innere Konflikte. Schamanisch und durch
Arbeiten an der eigenen Individualität lösbar.
Transplantation - Übertragung von Organen, schulmedinisch leider ohne Berücksichtigung
des notwendigen seelischen Transfers, dadurch Abstossungsreaktionen, Persönlichkeitsveränderungen,
Folgeerkrankungen. Eher männliche ‚KFZ-Mechaniker-Methode’ mit Ersatzteillager. Durch
schaman. unbegleitete T. werden seelische Mischwesen hergestellt. Frankenstein läßt
grüßen. Siehe Tonal, Organspende. Aber auch: Oft einzigste Überlebensmöglichkeit
für eine Vielzahl von kranken Menschen.
Trommel - Reisemittel des schamanisch tätigen Menschen. Instrument, um Resonanzarbeit
zu leisten. Mehr dazu: Trommelmythe, Trommelarbeit.
Tugend - Wert, an dem man sich übend wächst. Im Gegensatz zum religiösen Gebot oder
Verbot beinhaltet das Wachstum an T. nicht den Zwang (unter Androhung von Strafe
- Sünde!) zur Erfüllung und die Erwartung von Unterwürfigkeit unter die Regeln. Tugenden
dienen der Orientierung, sich darin zu üben schafft Räume seelischen Wachstums. Die
Tugenden der Medizinleute.
U
Übung - Dies ist der Planet des Lernens. Und: Übung macht den Meister. (Hab ich diesen
Satz gehasst! C.)
Aber jeder eigene Anspruch, seelische Qualitäten und das Lebens selbst zu üben, sind
offener und freier als jedes Ge- oder Verbot aus normopatischen Zwängen. So gilt
es sich z. B. in den Tugenden der ethnomedizinisch Handelnden zu üben- so gut wie
und wann immer möglich.
Unsinn - Gesellschaftlich nicht anerkannter Sinn. Dient der besseren Wahrnehmung
von Menschen, Sachverhalten, Problematiken und Aufgabenstellungen durch einen Perspektivwechsel
in die Welt jenseits von Kausalität und Begründbarkeit. Siehe auch Heyoka, Sinn(e).
Unterhaltung - Sich (und auch Andere) in Belanglosigkeit halten. Halten=Stoppen,
nicht innerlich bewegen müssen, bewegt werden, sich ablenken. Auch im Sinne von ‚Unterhalt
zahlen’: Jemandem Aufmerksamkeit (Energie) schenken, in dem man ihn in einem möglichst
konfliktfreiem Raum nährt. Blabla.
V
Verantwortung - eine Antwort geben oder leben, eine Antwort sein, für eine bestimmte
zu lösende Situation, eine Krankheit, oder eine Aufgabe.
Verhalten - etwas verhalten = zurückhalten, verbergen. Das Verhalten: Gegenüber einer
anderen Person/en sich nicht authentisch zeigen.
Verrücktheit, verrückt sein - Aus der eigenen Mitte herausgerückt (worden). In diesem
Sinne sind beinahe alle Menschen in unserer Gesellschaft verrückt, denn kaum einer
lebt sich selbst und lässt sich von seiner Seele führen.
Verstand - bemüht sich zu Verstehen, aber was kann er schon verstehen? Siehe Realitäten.
Wenig verstandener (ist das nicht paradox?) Teil des Menschen, meist unsinnig verbildet,
denkt nach (Vergangenheitsbezug), wird ‚programmiert’ durch normopatische Zwänge.
Häufig Unklarheiten des Menschen in den ‚Aufgabenbereichen’ von Herz und Verstand,
dadurch Konflikte. Der Verstand sollte nicht der Chef sein, sondern die Seele. In
der Arbeit der Medizinmenschen ist der Verstand als Träger von Konzentration, Willen
und Ausrichtung involviert.
Versuch und Irrtum - Lernmethode, die eigentlich in die Kindheit gehört.
Vertrauen - sich trauen, eine Trauung. Vertrauen entsteht, wenn man sich traut. Vertrauen
in einen neuen Weg entsteht durch Kennenlernen desselben und durch mutiges Gehen.
Das in und zu einem Menschen wächst ebenso. V. in die Schöpfung zu entwickeln, die
uns zeugte, trägt und nährt, ist der Selbstfindung und dem Selbstvertrauen dienlich.
(Visionssuche). ‚Gesundes Mißtrauen’ gibt es nicht, es ist immer ungesund.
vielleicht - das ist viel Leichtigkeit, vieles ist leicht, offen. Da sind die Möglichkeiten!
Vision - Direkte analoge seelische Sprache aus der Resonanz mit der Schöpfung, symbolsprachlich,
erkenntnisreich, wegprägend, initiatorisch.
Visionssuche - Rückzug in die Natur in einem rituellen Rahmen aus Wunsch nach Erkenntnissen
über sich selbst, Lebensweg und Berufung und/oder aus initiatorischen Gründen (z.
B. Initiation zum Erwachsenen). Siehe dort.
Vorgeburtliches Leben - Unbekanntester Teil der eigenen Lebensgeschichte. Beginnt
seelisch vier Tage nach der Zeugung, endet mit der Geburt. Seelenverluste möglich.
Mehr.
Vorstellung - Versuch des Verstandes, eine Situation oder Person zu definieren. Eine
V. ist etwas, das man zwischen sich und die Realität stellt. Sie wird ihr niemals
gerecht. Und dann ist man enttäuscht, weil man es sich anders vorgestellt hatte...
Sich vorstellen: Versuch Akzeptanz einer Person zu erlangen durch die Präsentation
einer Vorstellung von sich, die gefallen könnte. Verhindert Authentizität.
W
Wachstum - seelisches. Stetes Anliegen der Seele, eines ihrer normativen Kräfte.
Sie strebt nach Wachstum und möchte durch Erleben lernen. Hierzu sucht sich die Seele
auch die Partner, Familie, Freunde, mit den gegenseitige Wachstumspotentiale bestehen.
Siehe Clan. In der Ritualistik werden Räume für persönliches Wachstum geschaffen.
Seelisches Wachstum endet nicht.
Wachstumsaufgabe - Alternative Betrachtungsweise persönlicher Aufgaben (anstatt Problem
- siehe da).
Ein Mensch, der sich selbst für eine Wachstumsaufgabe entscheidet, die ihm das Leben
stellt, geht anders an ein ‚Problem’ heran, als jemand, der sich demselben unterlegen,
sich fremdbestimmt, oder ungerecht behandelt fühlt. Eine Wachstumsaufgabe anzunehmen
ist aktiv, kreativ und führt zu einer besseren Situation als die, die man verließ.
Siehe auch Aufgabe.
Weg, der - den allgemein gültigen Erleuchtungsweg gibt es nicht.
Alle Seelenlebenswege sind individuell. Den Menschen in der Findung des eigenen zu
unterstützen ist die Aufgabe der Medizinleute. Zur Wegfindung dienen Visionssuche,
Schwitzhütten, etc. Zur Orientierung dient der Standpunkt.
Weihrauch - Hochenergetischer Räucherstoff zur Weihung von Plätzen, Ritualgegenständen,
etc, und zur Energetisierung von Menschen. Zuordnung: 7. Chakra. In der komplementären
Onkologie wird W. zur Einnahme gegeben.
Wind - Lakota: Tate. Die Winde. Trägt die Luft zum Atmen, pflanzliche Samen, Klang,
Namen und Gesang, vergißt nie, was einst erhört, trägt weit. Kraftvoll. Liebstes
Reisemittel. C.
Wirklichkeit - Kaum jemand lebt darin... Unzählige Erklärungsmodelle (wissenschaftlich,
kulturell, religiös, staatlich...) bieten dem Verstand Vorstellungen. Vorstellungen
entsprechen nie der Realität. Wirklichkeit ist das, was ist - ob menschlich oder
technisch erkennbar, oder nicht. Medizinleute arbeiten auch in ‚anderen Wirklichkeiten’.
Nur in einer Wirklichkeit kann eine Wirkung erzielt werden.
Wissenschaft - Das, was Wissen schaffen kann. Jede Wissenschaft ist auf der Suche
nach Realität, ihre Weltbilddefinitionen sind stets Annahmen. Die moderne W. schränkt
sich durch Fixiertheit auf Kausalitäten und Begründbarkeit selbst ein. Ethnomedizin
ist eine Erfahrungswissenschaft. Sie arbeitet in kausalen, aber auch analogen Strukturen.
Wunder - warte nicht auf ein Wunder, sei selbst eins!
Wut - Gutes, kraftvolles Gefühl, trägt zerstörerische Qualitäten. Wut sollte auf
die zu zerstörende innere unhaltbare Situation bezogen sein und nicht auf Menschen,
die uns als Resonanzpartner dienen. Unterdrückte Wut geht autoaggressiv gegen den
Menschen selbst vor und wird zu einer lebensverneinenden Energie, die Krankheiten
Raum gibt, typisch ist Krebs. Sinnvolle Arbeit mit der Wut ist der Ausdruck derselben.
Dies kann in einer Amanitasession unterstützt werden.
X/Y/Z
X - keltische Rune für Begegnung, Treffen, Beziehung.
YumniWi - ist eine Existenz, ein Spirit aus der Schöpfungsmythe der Sioux, 12. Stab
im Inipi. In der sich stets erneuernden Schöpfung bewegt Yumni Wi alles fortschreitend
spiralig. Kraft, die in jedem Raum und Leben wirkt. Betrachte: Tiefdruckgebiete,
Nabelschnur, Genstruktur, Galaxie... Mehr zu Schwitzhüttenspirits.
Zähne - tragen Erinnerungen.
Zeit - relativ. Kein konstanter Fluss, multidimensional, different, in Formen. Zeit
ist u.a. relativ zu Masse und Geschwindigkeit. YumniWi ist die Kraft der Bewegung
aller Zeit. Zeit ist subjektiv unterschiedlich wahrnehmbar (langsam: Kind wartet
auf Weihnachten, schnell: Urlaub; rasend: Schockereignisse, Unfälle). Verlorene Seelenanteile
sind in Nullzeiträumen.
Zoo - Ort des Kennenlernens fremder Mitgeschöpfe in Gefangenschaft. Auch: Ort faschistoider
Betrachtungen des Menschen als Krone der Schöpfung hinab auf Tiere in voyeuristischer
Absicht.
Zucker - Gewürz, das sparsam zu verwenden ist, kein Nahrungsmittel.
Zum Ende - hoffe ich hilfreich gewesen zu sein und vertraute Begriffe in Frage gestellt,
ergänzt oder völlig anders betrachtet zu haben. Mag dies der Vielseitigkeit und dem
Wachstum des Lesers gedient haben.
Wenn Ihnen ein Begriff fehlt: Bitte eine kurze Mail.
Sollte ich ihn im ethnomedizinischen Sinne definieren können, werde ich mich daran
üben.