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Indianerpfad

 

 

Komplementäre

Medizin für das Leben und die Seele

Einfach nur ICH!?!

Wer ist „Ich“?

Und wie gewinnt der Mensch ein Bild vom Ich?

 

Vereinfacht: Durch das, was und wie er sich erlebt.

Was er fühlt, was er denkt. Sein Verhalten. Seine Geschichte.

Was er mit anderen Menschen teilt, wie er sich zeigt.

Und: Was er verschweigt, die „geheime“ Seite, die Schatten.

 

Denken wir das weiter? Dann wird es kompliziert.

Denn es gibt viele Ich-Erscheinungen:

 

Das Ich, das wir auf der Arbeit zeigen. Das Bürogesicht,

von dem einst Milan Kundera sprach.

Das Ich, das in der Beziehung gelebt wird.

Das Ich, das sich zeigt, wenn wir die Eltern besuchen.

Das Ich im Freundeskreis.

Das Ich im Kontakt mit Kindern.

Das Ich in den Träumen.

Und da ist auch noch das Social-Media-Ich.

Wer davon ist also Ich?

 

Wir haben nicht die Wahl unter den verschiedenen Gesichtern.

Und nichts davon ist auch wirklich Ich.

 

Es ist nur das an andere Menschen angepasste Verhalten. Die Identität(en).

Dahinter verbirgt sich das Ich.

Es lohnt sich sehr, es zu entdecken.

 

Der Mensch ist/hat eine multiple Persönlichkeit.

Das ist so. Und per Definition noch nicht pathologisch.

 

Auf der Ebene der Seele ist es das aber schon.

Es mangelt in allen gezeigten und auch dann so erlebten Ichs an Authentizität.

Das Du oder Ihr definiert das angepasste Verhalten. Zugehörigkeit hat einen hohen Preis.

 

Anpassung. Ich aber nicht. Doch.

Es bedeutet, sich situativ nach dem Aussen zu richten. Erst sekundär nach dem Inneren.

Damit zeigen wir uns nicht wirklich und unterdrücken Gefühle, etwa dem Vorgesetzten gegenüber.

Das bringt innere Konflikte mit sich.

Und da sind ja auch Konflikte zwischen den verschiedenen Erscheinungen des Ichs.

 

Alle Formen dieses gezeigten Ichs folgen einer bestimmten Funktionalität.

Für viele Menschen ist das ein Wert. Beruflich, familiär, in Beziehung.

Bis zum Burnout.

Doch dafür leben wir eigentlich nicht.

 

Und Ich ist auch das, was wir in uns ablehnen oder gar fürchten.

 

Das Unbewusste ist ebenso Ich.

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Vor dem eigentlichen Ich kann man nicht entkommen.

 

Es meldet sich, so oder so.

In (Alb)träumen etwa. Oder in einer anderen Symptomsprache.

 

Also: Mut zu sich selbst, Mut zur Unterschiedlichkeit.

Und: Wer dein authentisches Ich nicht mag ist auch keine guter Freund, keine gute Freundin.

 

Selbstliebe bezieht sich auf das wahre Ich.

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